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Verkehrsbetriebe Schaffhausen fahren autonom

Verkehrsbetriebe Schaffhausen fahren autonom
Pressemitteilung

Neuhausen am Rheinfall, 4. Juli 2017 – Trapeze, das innovative und führende Unternehmen für Komplettlösungen im öffentlichen Personentransport, und die Verkehrsbetriebe Schaffhausen spannen zusammen und integrieren in Neuhausen am Rheinfall als ersten Standort in der Schweiz einen selbstfahrenden Bus in ein Leitsystem des öffentlichen Verkehrs. In den nächsten Wochen steht eine Teststrecke für den Bus zur Verfügung, später soll dieser den Ortskern mit dem Rheinfall verbinden – Europas grösstem Wasserfall.

Die Transportbranche konzentriert sich heute auf die sehr unterschiedlichen Herausforderungen von Linien- und Bedarfsverkehr, doch für die Fahrgäste zählt letztlich nur die Mobilität an sich, unabhängig von ihrer Form. Bereits heute werden verschiedene Verkehrsarten wie Taxi, Bus, Bahn unter dem Stichwort Mobilität zusammengefasst. Dieser Trend dürfte mit der Einführung autonomer Fahrzeuge nochmals stark zunehmen, denn diese beantworten die Frage nach der «ersten und letzten Meile». Trapeze als Vorreiter auf diesem Gebiet ist also gerade dabei, ein neues Zeitalter des öffentlichen Verkehrs einzuläuten.

 

Open-air Lab

Das führende Technologieunternehmen Trapeze bietet weltweit umfassende Lösungen für den öffentlichen Personenverkehr an, der europäische Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Neuhausen, Schweiz. In ihre intelligenten Transportsysteme (ITS) integriert Trapeze nun auch Lösungen für autonome Fahrzeuge und bietet somit – anders als bei bisherigen Feldversuchen  – erstmals eine vollintegrierte Lösung in Leitsysteme des öffentlichen Verkehrs. Getestet wird direkt vor Ort mit einem eigenen, autonom fahrenden Bus. Er besitzt eine Transportkapazität von 11 Personen. Die Höchstgeschwindigkeit des elektrischen Fahrzeugs beträgt zunächst 25 km/h.

Der Trapeze-Bus hat kein Lenkrad, er fährt und hält selbstständig – dabei ist kein Fahrer anwesend und bald auch keine Begleitperson mehr erforderlich. Falls sich der Bus unerwarteten Hindernissen oder Fussgängern nähert, stoppt er selbstständig. Die Reaktionszeit solcher Busse ist dank der fortgeschrittenen Technologie kürzer als diejenige eines Menschen. Mithilfe seiner zahlreichen Sensoren bewältigt er auch enge Passagen mit erstaunlicher Leichtigkeit.

 

Neuer Mitspieler im Transportmix

In einer zweiten Phase soll der autonome Bus den Transportmix des Verkehrsbetriebs Schaffhausen VBSH in der Gemeinde Neuhausen am Rheinfall ergänzen. Touristen gelangen dann mit dem autonomen Fahrzeug direkt zum Rheinfall, Europas grösstem Wasserfall. Jährlich besuchen rund 1,5 Mio. Menschen diese Attraktion. Zusteigen können die Fahrgäste sowohl im Zentrum als auch an den diversen Bushaltestellen. Informations-Stelen liefern den Fahrgästen Echtzeitinformation zu Abfahrt, Ankunft und Umsteigemöglichkeiten. Mit einer Studie wird das Institute of Science, Technology and Policy (ISTP) der ETH Zürich den Betrieb der autonom-fahrenden Buslinie in Neuhausen am Rheinfall begleiten.

«Für die Verkehrsbetriebe Schaffhausen sind autonome Fahrzeuge nicht einfach nur ein Testobjekt», sagt VBSH-Direktor Bruno Schwager. «Selbstfahrende Fahrzeuge werden künftig dafür sorgen, bislang nicht befahrene und unrentable Strecken kostengünstig betreiben zu können. Das hilft dem gesamten ÖV. Autonome Fahrzeuge ergänzen das bestehende Angebot ideal und gefährden keine Arbeitsplätze – im Gegenteil werden neue geschaffen.» Unlängst haben die VBSH zudem ihre Strategie zur vollständigen Elektrifizierung ihrer gesamten Busflotte vorgestellt – ein Vorhaben, das ebenfalls einmalig ist für die Schweiz. Damit befinden sich die Verkehrsbetriebe Schaffhausen auf dem Weg vom blossen Fuhrhalter hin zum eigentlichen «Mobility Service Provider».

 

Trapeze hat weltweit die Nase vorn

Gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben Schaffhausen integriert Trapeze als erstes Unternehmen einen autonomen Bus in ein Leitsystem für den Linienverkehr. Auf diese Weise erfolgt eine direkte Anbindung der autonomen Mobilität an den öffentlichen Verkehr – ein mögliches «Erste-Meile-/Letzte-Meile»-Konzept, das weltweit einmalig ist im ÖV. Getestet wird auch, wie sich autonome Fahrzeuge oder Roboter-Taxis für den Bedarfsverkehr eignen. Unterstützt wird Trapeze dabei auch durch Wissenstransfer seines langjährigen Kunden, den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ). Mit diesen und ähnlichen Projekten unterstreicht Trapeze seine Rolle als Pionier im Bereich des öffentlichen Verkehrs.

 

Alles aus einer Hand

Wenn kein Fahrer mehr im Fahrzeug sitzt, kann das Lösen einer Fahrkarte zum Problem werden. Trapeze verfügt im Bereich Fahrgeldmanagement bereits heute über eine Be-in/Be-out-Lösung, die weder Verkaufspersonal noch Ticketautomaten benötigen. Dank einem gesamtheitlichen Fokus auf Komfort und Sicherheit für Fahrgäste und Umfeld bietet das Unternehmen umfassende Lösungen für den öffentlichen Personennahverkehr aus einer Hand. «Wir unterstützen Verkehrsbetriebe weltweit die Herausforderungen und Chancen der Mobilität von heute und morgen bestmöglich zu meistern», sagt Trapeze-CEO Peter Schneck.

 

Eine reale Zukunftsvision – umgesetzt in Schaffhausen

Autonome Fahrzeuge sind der Schlüssel zu besseren Verkehrsleistungen! Was in Neuhausen getestet wird, hat weltweiten Einfluss auf den künftigen Betrieb autonomer Fahrzeuge im Personentransport. Und weil autonom fahrende Fahrzeuge für Trapeze schon heute Realität sind, gründete das Unternehmen eine eigenständige Start-up-Firma. Die AMoTech GmbH – technology for autonomous mobility mit Sitz in Neuhausen, Schweiz, unterstützt und berät Verkehrsbetriebe bei ihren Vorhaben mit autonom fahrenden Fahrzeugen. In Neuhausen am Rheinfall entsteht dadurch ein Kompetenzzentrum der ‚autonomous mobility‘, dass zahlreiche weitere Player in diesem Umfeld anlocken und die Technologie weiter entwickeln wird. «Mit unserem Mobility Lab und dem selbstfahrenden Fahrzeug ist AMoTech Mitglied der weltweiten Community geworden, die Autonome Mobilität ermöglicht und damit hilft, Verkehrs- und ÖV-Probleme zu lösen», sagt AMoTech-Geschäftsführer Dominique Müller.

«Das ist eine grosse Chance für den Standort Schaffhausen, der über eine lange Tradition im Mobilitätsbereich verfügt», sagt Wirtschaftsförderer Christoph Schärrer. «Im ÖV-Lab werden neue Technologien für intelligente Mobilität und autonomes Fahren entwickelt und vor allem auch angewendet. Das ist weltweit einzigartig», sagt Schärrer. Das trifft auch auf die Wirtschaftsstrategie des Kantons zu, die darauf abzielt, zukunftsgerichtete Technologien und Unternehmen mit industriellem Hintergrund zu fördern. Es ist laut Christoph Schärrer auch ein sehr gutes Beispiel für den unternehmerischen Spirit in der Region Schaffhausen.

Die Technologie wird in den nächsten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt und erprobt werden. Wenn die Öffentlichkeit bereit und die Technologie verfügbar ist, steht der Einführung autonomer Fahrzeuge nichts mehr im Wege. Für Trapeze und AMoTech beginnt Anfang Juli 2017 die Reise mit dem autonomen Bus – das Unternehmen ist frühzeitig an Bord, getreu seinem Motto «Here for the Journey». Informationen zum neuesten Entwicklungsstand sind zu finden unter www.amotech.ch.

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